Qi Gong (Medizinisches Qigong, Verlag für Ganzheitliche Medizin, Dr. Erich Wühr GmbH)

seit 01.07.2011 kein Geschäftsbetrieb mehr

 
 
lebt von der Eigeninitiative der Übenden. Verborgene Potentiale werden mobilisiert, indem der Praktizierende mit Hilfe der Übungen lernt, seinen Geist zu beruhigen und seine Körperpositionen zu korrigieren. Dadurch verbessern sich die physiologischen Funktionen des Körpers, die körperliche Konstitution wird gestärkt und die Abwehrkraft wird gesteigert. Dies ist auch der Grund, warum Qi Gong zur Gesunderhaltung und therapeutischen Zwecken so erfolgreich eingesetzt werden kann.

 

 

Birgit Gayer Praxis für Naturheilkunde und Hypnotherapie Auswirkungen auf das Nervensystem

Seit den 50er Jahren sind zahlreiche Untersuchungen mittels moderner Forschungsmethoden (einschließlich
Elektro-Enzephalographie, integraler Analyse und Frequenz-Spektrum Technik) durchgeführt worden, um Aufschluss über die Wirkungsweisen des Qi Gong zu erhalten. Die Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass es während der Ausübung von
Qi Gong zu einer Frequenzsenkung der Gehirnwellen kommt, wobei sich die Amplitude erhöht und der Rhythmus gleichmäßiger wird. Diese Mechanismen üben eine Art aktiv-hemmender Wirkung auf die Hirnrinde aus, deren Funktionen in diesem Zustand gezielter reguliert werden können. Aus diesem Grunde ist der Ausübende nach dem Qi Gong in der Lage, sich mit größerer Tatkraft und mit geistigem Elan seinen täglichen Aufgaben zu widmen. Die Qi Gong-Übungen können auch blutdrucksenkend wirken. Der oben beschriebene Hemmzustand der Hirnrinde während der Übungen führt u. a. zu einer Verlängerung vestibulärer und muskulärer Reiz-leitungszeiten und stellt vor allem ein Gleichgewicht zwischen sympathischem und parasympathischem Nervensystem her. Elektroenzephalographische und biochemische Studien haben ergeben, dass sich die
Aktivitäten der Hirnrinde durch Qi Gong beeinflussen lassen; Qi Gong hat Einfluss auf die Dopamin-Aktivität, die Sekretion von Kortikoiden verringert sich, und die Konzentrationen von zyklischem Adenosin-Monophosphat (cAMP) und Polysacchariden werden erhöht. Auf diese Weise steigern die Übungen die
Leistungsfähigkeit des Hirns und wirken seinem Alterungsprozess entgegen. Der Hemmzustand der Hirnrinde, der durch Qi Gong erzeugt wird, führt ferner zu einer reduzierten Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und zu gesteigerter Erregbarkeit des parasympathischen Nervensystems. Dadurch sinken Herzfrequenz und Blutdruck, die Sauerstoffsättigung des Blutes nimmt zu, und der katabole Stoffwechsel wird reduziert. Es kommt so zu einer verbesserten Qi- und Blutzirkulation, die den Körper gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt und zur Regulierung der gesamten funktionellen Körper-mechanismen beiträgt.
 

Birgit Gayer Praxis für Naturheilkunde und Hypnotherapie Auswirkungen auf den Respirationstrakt

Die normale Atemfrequenz liegt bei 16 bis 18 Atem-zügen pro Minute; während der Ausübung von Qi Gong kann die Anzahl der Atemzüge maximal bis auf 2-3 pro Minute reduziert werden. Der anaerobe
Stoffwechsel wird dabei erhöht, wodurch Stoff-wechselrate und Energieverbrauch sich deutlich verringern. Die Ausdehnungskapazität des Zwerchfells steigert sich um das zwei- bis vierfache und ermöglicht so ein weitaus höheres Atemzug-volumen. In den Alveolen der Lungen erhöht sich der Partialdruck des Kohlendioxids und der Sauerstoff-partialdruck verringert sich, was in Fällen von Asthma bronchiale und Lungenemphysem zur Linderung der Beschwerden führen kann. Tiefes Einatmen kann Platycoria erzeugen und Borborygmus reduzieren (die Zeichen einer sympathikotonen Reaktionslage), während verstärktes Ausatmen das Bild einer
parasympathikotonen Reaktionslage hervorruft. Demnach lässt sich das vegetative Nervensystem durch die bewusst geführte Atmung beim Qi Gong steuern. Hieraus wird auch deutlich, auf welche Weise Qi Gong das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang
herzustellen vermag.

 
 

 
Birgit Gayer Praxis für Naturheilkunde und Hypnotherapie Auswirkungen auf den Verdauungstrakt

Die Konstitution des menschlichen Organismus und seine Fähigkeit, sich von Krankheit zu regenerieren, stehen in enger Beziehung zu den Funktionen des Verdauungstrakts. Durch die vergrößerte Ausdehnung des Zwerchfells während der Qi Gong-Praktiken kommt es zur Anregung der Magen-Darm-Peristaltik und gesteigerter Sekretion von Magensäften und
Endopeptidase: beides trägt zur Förderung der Verdauung und Nährstoffresorption und damit zur verbesserten Nährstoffversorgung des gesamten Körpers bei. Die stimulierende Wirkung der Übungen auf den Parasympathikus erhöht den Speichelfluss. Die Stimulierung des Nervus vagus durch die geistige
Konzentration auf Dantian führt zur verstärkten Sekretion von Gallenflüssigkeit mit gleichzeitig erhöhtem Bilirubinanteil; diese Vorgänge tragen zu einer verbesserten Verdauungs- und Resorptions-tätigkeit bei.

 

Birgit Gayer Praxis für Naturheilkunde und Hypnotherapie Auswirkungen  auf das Gefäßsystem

In einer experimentellen Studie wurde deutlich, dass die Resorptionsrate von isotopem Phosphor in den Kapillaren des Gefäßsystems nach der Ausübung von Qi Gong erhöht ist, was ein Hinweis darauf ist, dass Qi Gong-Praktiken zu einer erhöhten Permeabilität der peripheren Gefäße führen. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der Tatsache, dass sich während der Übungen normalerweise ein Wärmegefühl in den vier Extremitäten einstellt, Arme und Beine leicht gerötet sind und die Handinnenflächen verstärkt Schweiß
absondern. Außerdem lässt sich die Herzfrequenz durch Qi Gong senken, was auf Erkrankungen wie Vorhofflattern und Vorhof- oder Kammertachykardien einen günstigen Einfluss ausüben kann.

 

Birgit Gayer Praxis für Naturheilkunde und Hypnotherapie Auswirkungen auf das Immunsystem

Die Lymphozyten spielen eine führende Rolle in der spezifischen Körperabwehr. Ihre Umwandlungsrate wie auch die Funktionsfähigkeit der T-Lymphozyten können durch Qi Gong erhöht werden. Die Phago-zytosefähigkeit der Leukozyten lässt sich um 40 steigern, ihr phagozytischer Index um ca. 90. Außerdem nimmt der Anteil des Immunglobulins IgA
im Speichel (SIgA) zu. Das zur unspezifischen Abwehr zählende Lysozym erhöht sich um ein vielfaches.

Alle hier aufgeführten Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass sich Qi Gong auf wirkungsvolle Weise zu prophylaktischen und therapeutischen Zwecken einsetzen lässt.

Natürlich ist das noch nicht alles. Jeder Forscher kann nur das finden, was er auch sucht. Wenn man sich intensiv mit Qi Gong befasst, erkennt man, dass die Wirkungsweise bei weitem nicht auf das oben Genannte reduziert ist. Es ist viel komplexer. Es gilt, ein riesiges Mosaikbild zusammen zu setzen.

Mentale Gymnastik – Gedanken lassen Muskeln wachsen. Eine wunderbare Überleitung zum

 Yiquan

hier verweise ich auf die Website von Sven Röckle. Denn besser als er es bereits getan hat, kann man das Yiquan Training nicht in Worte fassen.

www.yiquan-stuttgart.de