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| lebt von der
Eigeninitiative der Übenden. Verborgene Potentiale werden
mobilisiert, indem der Praktizierende mit Hilfe der Übungen
lernt, seinen Geist zu beruhigen und seine Körperpositionen zu
korrigieren. Dadurch verbessern sich die physiologischen
Funktionen des Körpers, die körperliche Konstitution wird
gestärkt und die Abwehrkraft wird gesteigert. Dies ist auch der
Grund, warum Qi Gong zur Gesunderhaltung und therapeutischen
Zwecken so erfolgreich eingesetzt werden kann. |
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Auswirkungen auf das NervensystemSeit den 50er Jahren
sind zahlreiche Untersuchungen mittels moderner
Forschungsmethoden (einschließlich
Elektro-Enzephalographie, integraler Analyse und
Frequenz-Spektrum Technik) durchgeführt worden, um Aufschluss
über die Wirkungsweisen des Qi Gong zu erhalten. Die
Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass es während der
Ausübung von
Qi Gong zu einer Frequenzsenkung der Gehirnwellen kommt, wobei
sich die Amplitude erhöht und der Rhythmus gleichmäßiger wird.
Diese Mechanismen üben eine Art aktiv-hemmender Wirkung auf die
Hirnrinde aus, deren Funktionen in diesem Zustand gezielter
reguliert werden können. Aus diesem Grunde ist der Ausübende
nach dem Qi Gong in der Lage, sich mit größerer Tatkraft und mit
geistigem Elan seinen täglichen Aufgaben zu widmen. Die Qi
Gong-Übungen können auch blutdrucksenkend wirken. Der oben
beschriebene Hemmzustand der Hirnrinde während der Übungen führt
u. a. zu einer Verlängerung vestibulärer und muskulärer
Reiz-leitungszeiten und stellt vor allem ein Gleichgewicht
zwischen sympathischem und parasympathischem Nervensystem her.
Elektroenzephalographische und biochemische Studien haben
ergeben, dass sich die
Aktivitäten der Hirnrinde durch Qi Gong beeinflussen lassen; Qi
Gong hat Einfluss auf die Dopamin-Aktivität, die Sekretion von
Kortikoiden verringert sich, und die Konzentrationen von
zyklischem Adenosin-Monophosphat (cAMP) und Polysacchariden
werden erhöht. Auf diese Weise steigern die Übungen die
Leistungsfähigkeit des Hirns und wirken seinem Alterungsprozess
entgegen. Der Hemmzustand der Hirnrinde, der durch Qi Gong
erzeugt wird, führt ferner zu einer reduzierten Erregbarkeit des
sympathischen Nervensystems und zu gesteigerter Erregbarkeit des
parasympathischen Nervensystems. Dadurch sinken Herzfrequenz und
Blutdruck, die Sauerstoffsättigung des Blutes nimmt zu, und der
katabole Stoffwechsel wird reduziert. Es kommt so zu einer
verbesserten Qi- und Blutzirkulation, die den Körper gleichmäßig
mit Nährstoffen versorgt und zur Regulierung der gesamten
funktionellen Körper-mechanismen beiträgt.
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Auswirkungen auf den Respirationstrakt
Die normale Atemfrequenz liegt bei 16 bis 18 Atem-zügen pro
Minute; während der Ausübung von Qi Gong kann die Anzahl der
Atemzüge maximal bis auf 2-3 pro Minute reduziert werden. Der
anaerobe
Stoffwechsel wird dabei erhöht, wodurch Stoff-wechselrate und
Energieverbrauch sich deutlich verringern. Die
Ausdehnungskapazität des Zwerchfells steigert sich um das zwei-
bis vierfache und ermöglicht so ein weitaus höheres
Atemzug-volumen. In den Alveolen der Lungen erhöht sich der
Partialdruck des Kohlendioxids und der Sauerstoff-partialdruck
verringert sich, was in Fällen von Asthma bronchiale und
Lungenemphysem zur Linderung der Beschwerden führen kann. Tiefes
Einatmen kann Platycoria erzeugen und Borborygmus reduzieren
(die Zeichen einer sympathikotonen Reaktionslage), während
verstärktes Ausatmen das Bild einer
parasympathikotonen Reaktionslage hervorruft. Demnach lässt sich
das vegetative Nervensystem durch die bewusst geführte Atmung
beim Qi Gong steuern. Hieraus wird auch deutlich, auf welche
Weise Qi Gong das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang
herzustellen vermag. |
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Auswirkungen auf den Verdauungstrakt
Die Konstitution des menschlichen Organismus und seine
Fähigkeit, sich von Krankheit zu regenerieren, stehen in enger
Beziehung zu den Funktionen des Verdauungstrakts. Durch die
vergrößerte Ausdehnung des Zwerchfells während der Qi
Gong-Praktiken kommt es zur Anregung der Magen-Darm-Peristaltik
und gesteigerter Sekretion von Magensäften und
Endopeptidase: beides trägt zur Förderung der Verdauung und
Nährstoffresorption und damit zur verbesserten
Nährstoffversorgung des gesamten Körpers bei. Die stimulierende
Wirkung der Übungen auf den Parasympathikus erhöht den
Speichelfluss. Die Stimulierung des Nervus vagus durch die
geistige
Konzentration auf Dantian führt zur verstärkten Sekretion von
Gallenflüssigkeit mit gleichzeitig erhöhtem Bilirubinanteil;
diese Vorgänge tragen zu einer verbesserten Verdauungs- und
Resorptions-tätigkeit bei.
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Auswirkungen auf das Gefäßsystem
In einer experimentellen Studie wurde deutlich, dass die
Resorptionsrate von isotopem Phosphor in den Kapillaren des
Gefäßsystems nach der Ausübung von Qi Gong erhöht ist, was ein
Hinweis darauf ist, dass Qi Gong-Praktiken zu einer erhöhten
Permeabilität der peripheren Gefäße führen. Dieses Ergebnis
steht im Einklang mit der Tatsache, dass sich während der
Übungen normalerweise ein Wärmegefühl in den vier Extremitäten
einstellt, Arme und Beine leicht gerötet sind und die
Handinnenflächen verstärkt Schweiß
absondern. Außerdem lässt sich die Herzfrequenz durch Qi Gong
senken, was auf Erkrankungen wie Vorhofflattern und Vorhof- oder
Kammertachykardien einen günstigen Einfluss ausüben kann.
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Auswirkungen auf das Immunsystem
Die Lymphozyten spielen eine führende Rolle in der spezifischen
Körperabwehr. Ihre Umwandlungsrate wie auch die
Funktionsfähigkeit der T-Lymphozyten können durch Qi Gong erhöht
werden. Die Phago-zytosefähigkeit der Leukozyten lässt sich um
40 steigern, ihr phagozytischer Index um ca. 90. Außerdem nimmt
der Anteil des Immunglobulins IgA
im Speichel (SIgA) zu. Das zur unspezifischen Abwehr zählende
Lysozym erhöht sich um ein vielfaches.
Alle hier aufgeführten
Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass sich Qi Gong auf
wirkungsvolle Weise zu prophylaktischen und therapeutischen
Zwecken einsetzen lässt.
Natürlich ist das noch nicht alles.
Jeder Forscher kann nur das finden, was er auch sucht. Wenn man
sich intensiv mit Qi Gong befasst, erkennt man, dass die
Wirkungsweise bei weitem nicht auf das oben Genannte reduziert
ist. Es ist viel komplexer. Es gilt, ein riesiges Mosaikbild
zusammen zu setzen.
Mentale Gymnastik – Gedanken
lassen Muskeln wachsen. Eine wunderbare Überleitung zum
Yiquan
hier verweise ich auf die Website
von Sven Röckle. Denn besser als er es bereits getan hat, kann
man das Yiquan Training nicht in Worte fassen.
www.yiquan-stuttgart.de |



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